Wird man bestraft, wenn man online gekaufte gefälschte Luxusgüter nach Taiwan importiert?

Aktualisiert am 2026-10-23 | Vorschriften und Statistiken basieren auf den auf dieser Seite angegebenen Primärquellen zum genannten Prüfdatum

Neue Vorschriften 2025 und Durchsetzungspraxis

Am 2025-05-29 änderte und veröffentlichte das taiwanische Finanzministerium die „Standards zur Minderung und Befreiung von Strafen bei Zollschmuggelfällen", wirksam ab Juni: Geschmuggelte gefälschte Waren fallen nicht mehr unter die Bußgeldbefreiung für Sendungen unter NT$5 000 im Warenwert — beschlagnahmte Ware wird stets eingezogen und kann mit einer Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts belegt werden. Über normale, angemeldete Sendungen importierte Fälschungen hatten von vornherein keinen Anspruch auf eine Kleinmengen-Befreiung.

Beschlagnahmungen 2025

4,92 Millionen gefälschte Artikel

Laut Statistik der Zollverwaltung: Im Jahr 2025 wurden 430 Fälle von Verletzungen geistigen Eigentums mit 4,92 Millionen gefälschten Artikeln aufgedeckt. Die drei häufigsten Kategorien waren Zigaretten, Arzneimittel und Bekleidung — sogar gefälschte NVIDIA-Chips wurden beschlagnahmt (8 Stück im Wert von über NT$7 Millionen).

Wert der Rechtsverletzung

Über NT$900 Millionen

Der Wert der Rechtsverletzung durch im Jahr 2025 beschlagnahmte gefälschte Waren überstieg NT$900 Millionen (Pressekonferenz der Zollverwaltung, 2026-04-15). Durchsetzung ist keine abstrakte Floskel, sondern jährlich Hunderte tatsächlicher Vollzugsfälle.

Ab Juni 2025

Bußgeldbefreiung für Kleinmengen-Schmuggel abgeschafft

Nach der alten Regelung konnten Schmuggelfälle mit einem Warenwert unter NT$5 000 von Bußgeldern befreit werden (die Beschlagnahmung erfolgte trotzdem). Nach der Änderung sind Waren, die Marken-, Patent- oder Urheberrechte verletzen, von dieser Befreiung ausgeschlossen — unabhängig vom Wert wird ein Bußgeld verhängt.

Quelle: Verfügung Nr. 1141013915 des Finanzministeriums (vom 2025-05-29) (Änderung von Artikel 4 der Standards zur Minderung und Befreiung von Strafen bei Zollschmuggelfällen), Statistik der Zollverwaltung zur Grenzdurchsetzung geistigen Eigentums 2025. Geprüft am 2026-08-31.

Warum die Einfuhr gefälschter Waren illegal ist

Gefälschte Waren verletzen die Marken- und Urheberrechte Dritter, und ihre Einfuhr berührt gleichzeitig das Markengesetz, das Urheberrechtsgesetz und das Zollschmuggelgesetz. Der Zoll prüft, ob die Ware gefälscht ist — nicht ihren Wert, den Verwendungszweck oder ob Sie es wussten. Sobald eine Rechtsverletzung festgestellt wird, erfolgt die Beschlagnahmung gesetzlich zwingend, zusätzlich kann ein Bußgeld verhängt werden. Auch wenn Sie die Empfängeradresse auf ein ausländisches Sammellager setzen und die Ware anschließend nach Taiwan weiterleiten lassen, ändert das nichts — die Verantwortung des Importeurs liegt weiterhin beim Empfänger.

Viele Menschen denken, „ein einzelnes Stück zum Eigenbedarf zu kaufen sei unbedenklich" — auf strafrechtlicher Ebene gibt es tatsächlich einen Unterschied (siehe die Abstufung unten), aber bei der Beschlagnahmung der Ware und der Verwaltungsstrafe wird nicht zwischen Eigenbedarf und Verkauf unterschieden: Die Ware wird trotzdem eingezogen, ein Bußgeld kann trotzdem verhängt werden, und die Vernichtungskosten können ebenfalls von Ihnen eingefordert werden.

Abstufung von Straf- und Verwaltungsverantwortung: Eigenbedarf vs. Verkaufsabsicht

Die Einfuhr gefälschter Waren zum Eigenbedarf, ohne Verkaufsabsicht: Es besteht keine strafrechtliche Verantwortung nach dem Markengesetz, die Ware wird jedoch trotzdem beschlagnahmt, und es kann eine Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts verhängt werden. Sobald eine „Verkaufsabsicht" vorliegt, greift die strafrechtliche Verantwortung — das sind zwei völlig unterschiedliche Konsequenzstufen.

SzenarioRechtsfolgeRechtsgrundlage
Einfuhr zum Eigenbedarf (ohne Verkaufsabsicht)Keine strafrechtliche Verantwortung nach dem Markengesetz; die Ware wird jedoch beschlagnahmt und es kann eine Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts verhängt werden, Vernichtungskosten über NT$5 000 werden vom Importeur eingefordertZollschmuggelgesetz, Artikel 39-1
Einfuhr mit Verkaufsabsicht von Waren mit gefälschter MarkeFreiheitsstrafe von bis zu 1 Jahr, Haft oder Geldstrafe von bis zu NT$50 000, oder beides (gilt gleichermaßen für Online-Verkauf)Markengesetz, Artikel 97
Verwendung zu Vermarktungszwecken einer identischen oder ähnlichen fremden MarkeFreiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren, Haft oder Geldstrafe von bis zu NT$200 000, oder beidesMarkengesetz, Artikel 95
Einfuhr von Raubkopien (Bücher, Datenträger, Spiele und andere unautorisierte Vervielfältigungen)Gilt als Urheberrechtsverletzung; strafrechtliche Verantwortung von bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe, Geldstrafe von bis zu NT$500 000, oder beides. Eine Ausnahme gilt für die persönliche, nicht verbreitende Nutzung, begrenzt auf ein Exemplar pro Werk und VorgangUrheberrechtsgesetz, Artikel 87 Absatz 1 Nr. 3, Artikel 93 Nr. 3, Artikel 87-1
Schmuggel durch Verheimlichung (nicht angemeldeter Schmuggel)Geldbuße von bis zum Dreifachen des Warenwerts plus Beschlagnahmung; seit Juni 2025 fallen rechtsverletzende Waren nicht mehr unter die Bußgeldbefreiung für Sendungen unter NT$5 000Zollschmuggelgesetz, Artikel 36; Standards zur Minderung und Befreiung von Strafen bei Zollschmuggelfällen, Artikel 4

Die Einfuhrstrafe nach Artikel 97 des Markengesetzes setzt „Verkaufsabsicht" als Tatbestandsmerkmal voraus (Fassung nach der Gesetzesänderung von 2022); reiner Eigenbedarf begründet keine strafrechtliche Verantwortung nach diesem Artikel, die verwaltungsrechtliche Verantwortung und die Beschlagnahmung bleiben davon jedoch unberührt. Den Originalgesetzestext finden Sie in der taiwanischen Gesetzesdatenbank. Geprüft am 2026-08-31.

Online-Shopping-Szenarien mit dem höchsten Fälschungsrisiko

Ein Preis weit unter Marktwert = das größte Warnsignal

Laut einer EUIPO-Umfrage von 2023 (25 824 Befragte): fast 4 von 10 (39%) europäischen Verbrauchern haben vermutet, ein gefälschtes Produkt gekauft zu haben, bei den 15- bis 24-Jährigen sogar 52% — unwissentlich Opfer zu werden, ist häufiger als man denkt. Diese vier Szenarien sind am gefährlichsten:

Wie der Zoll gefälschte Waren aufspürt

Markeninhaber können Produktidentifikationsmerkmale einreichen und beim Zoll „Grenzbeschlagnahmeschutz" (Rechteregistrierung) beantragen. Der Zoll führt die Grenzdurchsetzung gemäß den „Vorschriften zum Schutz von Markenrechten durch den Zoll" durch; werden Waren mit offensichtlichem Verletzungsverdacht entdeckt, werden Rechteinhaber und Importeur/Exporteur gleichzeitig benachrichtigt.

Das Verfahren hat klare Fristen: Der Rechteinhaber muss innerhalb der Frist persönlich zur Identifizierung erscheinen (24 Stunden bei Luft- und Seeimporten, 4 Stunden bei Luftexporten) und innerhalb von 3 Werktagen Beweise für die Rechtsverletzung vorlegen. Der Importeur/Exporteur hat ebenfalls 3 Werktage Zeit, einen „Nichtverletzungs"-Nachweis vorzulegen — andernfalls wird die Ware nicht freigegeben und gemäß dem Zollschmuggelgesetz behandelt. Importierte Postpakete und Expresssendungen unterliegen ebenfalls der Kontrolle — kleine Pakete aus dem Online-Sammelversand sind kein blinder Fleck der Durchsetzung, sondern ein Schwerpunkt.

Drei Anti-Fälschungs-Veranstaltungen im August–September 2026: Worauf achten Zoll und Amt für geistiges Eigentum?

Im August und September 2026 veranstalteten das taiwanische Amt für geistiges Eigentum (TIPO) und die Zollverwaltung drei Anti-Fälschungs-Veranstaltungen: Die Zollschulung konzentrierte sich auf die Unterscheidung von Original und Fälschung bei Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetik und verglich vor Ort Echtheitsetiketten und Verpackungen; das TIPO-Seminar stellte fest, dass der grenzüberschreitende Onlinehandel die Vertriebswege für Fälschungen vielfältiger gemacht hat; das taiwanisch-japanische Seminar behandelte öffentlich-private Zusammenarbeit sowie Echtheitsprüfungs- und Löschmechanismen auf E-Commerce-Plattformen. Die Tabelle fasst nur zusammen, was in den Pressemitteilungen der Behörden steht.

Datum (offizielle Veröffentlichung)VeranstalterVeranstaltungKernpunkte der Pressemitteilung
2026-08-25TIPO, WirtschaftsministeriumSeminar „Markenbewusstsein der Verbraucher stärken und Markenfälschungen bekämpfen“Laut Mitteilung haben grenzüberschreitender Onlinehandel und Online-Shopping die Vertriebswege für Fälschungen vielfältiger gemacht. Auf der Agenda standen grenzüberschreitendes Markenmanagement (globales Portfolio, Grenzschutz durch den Zoll, Governance von E-Commerce-Plattformen, internationale Durchsetzungskooperation) sowie ein Vortrag der IP-Ermittlungseinheit des Kriminalamts zu Ermittlungserfolgen, neuen Verletzungsformen und Erkennungsmerkmalen; über 250 Anmeldungen.
2026-09-11 (Schulung am 3. September)Zollverwaltung, FinanzministeriumErste Zollschulung 2026 zur Unterscheidung von Original und FälschungThema: Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetik (relevant für Gesundheit und Arzneimittelsicherheit). Internationale Markeninhaber und Rechtsberater unterrichteten und stellten Originale und Fälschungen nebeneinander aus, damit Beamte an vorderster Front Echtheitsetiketten und Verpackungsmerkmale aus nächster Nähe prüfen konnten. Der Zoll veranstaltet solche Kurse seit 2016 regelmäßig und wählt das Thema jedes Jahr nach internationalen Durchsetzungstrends.
2026-09-14Veranstaltet von der Taiwan-Japan Relations Association, mit Beteiligung des TIPOTaiwanisch-japanisches Seminar zum geistigen Eigentum 2026Das japanische Patentamt stellte seine Maßnahmen gegen Fälschungen vor (Unterstützung im Ausland, ressortübergreifende Zusammenarbeit); das TIPO erläuterte den Aktionsplan zum Schutz geistigen Eigentums, ein neues Programm ab 2027 sowie Kooperationsfälle mit Polizei und Zollverwaltung; weitere Vorträge behandelten öffentlich-private Zusammenarbeit gegen Fälschungen sowie Fälschungen auf C2C-Auktionsseiten und die Echtheitsprüfungs- und Löschmechanismen zwischen Plattformen und Rechteinhabern; 137 Teilnehmende.

Keine der drei Pressemitteilungen kündigte neue Sanktionen oder Beschlagnahmezahlen an; diese Seite zieht daraus keine Schlüsse. Quellen (chinesisch): TIPO 2026-08-25, Zollverwaltung 2026-09-11, TIPO 2026-09-14; geprüft am 2026-10-23.

Wie funktioniert der Grenzschutz durch den Zoll? Kernpunkte von Markengesetz Artikel 72–78

Markeninhaber können ihre Marke vorab beim Zoll eintragen lassen („Schutzhinterlegung“) oder schriftlich mit Sicherheitsleistung beantragen, dass der Zoll Waren „vorab beschlagnahmt“; stellt der Zoll bei seiner Tätigkeit Waren fest, die offensichtlich eine Marke zu verletzen scheinen, benachrichtigt er Markeninhaber und Ein-/Ausführer und setzt Fristen für Prüfung und Nachweise (Markengesetz Artikel 75).

VorschriftInhalt (zusammengefasst aus der nationalen Gesetzesdatenbank)
Markengesetz Art. 72Der Markeninhaber kann beim Zoll die vorläufige Beschlagnahme ein- oder ausgeführter Waren beantragen, die seine Marke verletzen könnten; der Antrag muss schriftlich sein, die Verletzung glaubhaft machen und eine Sicherheit in Höhe des Zollwerts der Einfuhrware oder eine gleichwertige Sicherheit stellen. Der Betroffene kann eine Sicherheit in doppelter Höhe stellen, um die Aufhebung der Beschlagnahme zu verlangen.
Markengesetz Art. 73Fälle, in denen der Zoll die Beschlagnahme aufheben muss, z. B. wenn der Antragsteller nicht innerhalb von 12 Tagen ab dem Tag nach der Annahmemitteilung Verletzungsklage erhebt und dies dem Zoll mitteilt (der Zoll kann bei Bedarf um 12 Tage verlängern).
Markengesetz Art. 74Stellt ein rechtskräftiges Urteil fest, dass die beschlagnahmte Ware keine Markenverletzung ist, muss der Antragsteller dem Betroffenen den Schaden ersetzen; geregelt ist auch die Rückgabe der Sicherheiten beider Seiten.
Markengesetz Art. 75Stellt der Zoll bei seiner Tätigkeit ein- oder ausgeführte Waren fest, die offensichtlich eine Marke zu verletzen scheinen, muss er Markeninhaber und Ein-/Ausführer benachrichtigen: Der Inhaber muss fristgerecht prüfen und Verletzungsnachweise vorlegen, der Ein-/Ausführer fristgerecht Nachweise über das Fehlen einer Verletzung. Hat der Inhaber Nachweise vorgelegt und der Ein-/Ausführer nicht, kann der Zoll die Freigabe aussetzen.
Markengesetz Art. 76Nach Beschlagnahme oder Aussetzung kann der Markeninhaber mit Zustimmung des Zolls Namen und Anschriften von Ein-/Ausführer, Versender/Empfänger sowie die Menge der mutmaßlich verletzenden Waren erhalten – ausschließlich für Verletzungsermittlungen und Klagen.
Markengesetz Art. 77Der Markeninhaber kann gegen Sicherheitsleistung (120 % des Zollwerts der Muster zuzüglich Abgaben, mindestens NT$3.000) Muster vom Zoll zur Prüfung ausleihen.
Markengesetz Art. 78Ermächtigt das Finanzministerium u. a. zum Erlass von Durchführungsvorschriften, nämlich der „Durchführungsverordnung über Zollmaßnahmen zum Schutz von Markenrechten“.
Durchführungsverordnung Art. 2–4„Schutzhinterlegung“ bedeutet, dass der Inhaber während der Schutzdauer der Marke dem Zoll Schutzdaten übermittelt, die in dessen IP-Datenbank eingetragen werden; ein Antrag je Markenregistrierungsnummer, mit Beschreibung und Bildern der Merkmale von Original und Verletzungsware; Schutz ab Genehmigung bis zum Ablauf des Markenrechts.
Durchführungsverordnung Art. 7–8Nach der Benachrichtigung: Bei Luftfracht-Einfuhren und See-Ein-/Ausfuhren muss der Inhaber die Prüfung binnen 24 Stunden bestätigen (Luftfracht-Ausfuhr 4 Stunden) und binnen 3 Arbeitstagen Nachweise vorlegen; der Ein-/Ausführer muss binnen 3 Arbeitstagen Nachweise über das Fehlen einer Verletzung vorlegen (jede Seite kann einmalig 3 Arbeitstage Verlängerung beantragen). Legt der Ein-/Ausführer nichts vor und kommt ein Verstoß gegen Markengesetz Artikel 95 oder 97 in Betracht, wird der gesamte Fall an die Justizbehörden abgegeben.
Zollschmuggelgesetz Art. 39-1Angemeldete Ein- oder Ausfuhrwaren, die Patente, Marken oder Urheberrechte verletzen und keine Parallelimporte echter Ware sind, werden mit einer Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts belegt und eingezogen.

Quellen: nationale Gesetzesdatenbank — Markengesetz (geändert 2023-05-24), Durchführungsverordnung über Zollmaßnahmen zum Schutz von Markenrechten (geändert 2021-09-15), Zollschmuggelgesetz (chinesisch); geprüft am 2026-10-23.

Ein Stück für sich selbst oder viele Stücke: Wie unterscheiden die Behörden?

Wir haben keine von Zollverwaltung oder TIPO veröffentlichte „Mengengrenze für den Eigenbedarf“ gefunden. Rechtlich bestraft Markengesetz Artikel 97 das „Verkaufen oder … Einführen in Verkaufsabsicht“; Einziehung und Geldbuße nach Zollschmuggelgesetz Artikel 39-1 unterscheiden nicht zwischen Eigenbedarf und gewerblicher Nutzung und kennen keine Mengenschwelle.

Markenware online in China kaufen: Worauf sollten Sie achten?

Über offizielle oder autorisierte Kanäle der Marke kaufen, Kauf- und Autorisierungsbelege aufbewahren und wahrheitsgemäß anmelden. Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetik standen 2026 im Fokus der Zollschulung, und für diese drei Kategorien gelten zudem eigene Einfuhrregeln.

Forschungsliteratur und internationale Regeln

Wie groß ist der weltweite Fälschungshandel?

Laut einer gemeinsamen Studie von OECD und EUIPO (Ausgabe 2025): Der weltweite Handel mit gefälschten Waren wurde für 2021 auf 467 Milliarden US-Dollar geschätzt, was 2.3% der weltweiten Gesamteinfuhren entspricht; China war für 45% aller Beschlagnahmefälle verantwortlich; Bekleidung, Schuhe und Lederwaren machten zusammen 62% der beschlagnahmten gefälschten Waren aus.

Quelle: OECD/EUIPO, „Mapping Global Trade in Fakes 2025" (OECD-Pressemitteilung, 2025-05-07); EUIPO, „2023 IP Perception Study". Geprüft am 2026-08-31.

Der richtige Weg, Originalware zu erkennen

Statt sich zu fragen, „was passiert, wenn man erwischt wird", ist es besser, von Anfang an richtig einzukaufen. Fünf Kontrollpunkte:

  1. Offizielle Kanäle nutzenOffizielle Markenwebsites, offizielle Flagship-Stores, offiziell autorisierte Händler — der Vertriebskanal ist immer die erste Garantie für Originalware.
  2. Plattformen mit Echtheitsprüfung nutzenFür Trendartikel eignen sich Plattformen mit unabhängiger Prüfung wie Dewus „Echtheitsprüfung vor Versand" — die Prüfprotokolle werden aufbewahrt und sind nachverfolgbar.
  3. Prüfdienste für hochpreisige Gebrauchtartikel nutzenBei hochpreisigen Artikeln auf Gebrauchtplattformen wie Xianyu den Prüfdienst der Plattform nutzen und Preise mit Dewu abgleichen — verlassen Sie sich nicht nur auf die Fotos des Verkäufers.
  4. Auffällig niedrige Preise ablehnen„Luxusartikel", die weit unter dem Marktwert angeboten werden, sind fast immer Fälschungen; „Exportüberschuss", „Werksoriginal" und „Fabriküberschuss" sind Verkaufsfloskeln für Fälschungen, keine Schnäppchen.
  5. Legitimen Sammelversand nutzen und ehrlich deklarierenArtikelbezeichnung und Preis wahrheitsgemäß deklarieren; keine „Luxusartikel" unbekannter Herkunft beimischen — lassen Sie nicht ein gefälschtes Produkt die gesamte Sendung gefährden.

Häufig gestellte Fragen

Hinweis: HowBridge versendet keine gefälschten Waren. Diese Seite dient der Aufklärung über rechtliche Risiken; wenden Sie sich bei individuellen Fällen bitte an die Zollverwaltung des Finanzministeriums und das Amt für geistiges Eigentum des Wirtschaftsministeriums.

Wird man bestraft, wenn man online gekaufte A-Ware oder gefälschte Luxusartikel nach Taiwan zurücksendet?
Ja, es entstehen reale Verluste. Stellt der Zoll fest, dass es sich um gefälschte Waren handelt, werden sie gemäß Artikel 39-1 des Zollschmuggelgesetzes beschlagnahmt, zusätzlich kann eine Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts verhängt werden. Seit Juni 2025 entfällt selbst bei kleinen Schmuggelfällen (Warenwert unter NT$5 000) die Bußgeldbefreiung. Ob die Fälschung über Online-Shopping, eine Gebrauchtplattform oder einen Einkaufsagenten gekauft wurde — die Verantwortung für die Einfuhr liegt beim Empfänger.
Ich habe nur ein Stück für mich selbst gekauft — mache ich mich strafbar?
Eine reine Eigenbedarfseinfuhr ohne Verkaufsabsicht begründet keine strafrechtliche Verantwortung nach Artikel 97 des Markengesetzes (der „Verkaufsabsicht" als Tatbestandsmerkmal voraussetzt). Aber freuen Sie sich nicht zu früh: Die Ware wird trotzdem beschlagnahmt, es kann eine Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts verhängt werden, und Vernichtungskosten über NT$5 000 werden ebenfalls von Ihnen eingefordert — keine strafrechtliche Verantwortung bedeutet nicht, dass kein Geld- oder Warenverlust entsteht. Wird eine Verkaufsabsicht festgestellt (z. B. mehrere Exemplare desselben Artikels oder ein Verkaufsnachweis), handelt es sich um einen Strafprozess mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 1 Jahr.
Kann der Zoll gefälschte Waren wirklich aufspüren?
Ja, und die Durchsetzung ist erheblich: Im Jahr 2025 deckte die Zollverwaltung 430 Rechtsverletzungsfälle mit 4,92 Millionen gefälschten Artikeln im Wert von über NT$900 Millionen auf. Internationale Daten zeigen zudem, dass rund 65% der Fälschungsbeschlagnahmungen aus kleinen Paketen und dem Postweg stammen (OECD/EUIPO 2025) — kleine Pakete aus dem Online-Shopping-Sammelversand sind ein zentraler Schwerpunkt der Durchsetzung, kein blinder Fleck.
Ich wurde beim Kauf einer Fälschung getäuscht — werde ich trotzdem bestraft?
Die Beschlagnahmung der Ware ist eine gesetzlich zwingende Maßnahme, die keine Kenntnis voraussetzt — auch bei Täuschung wird die Ware beschlagnahmt, und Vernichtungskosten über NT$5 000 werden vom Zoll ebenfalls vom Importeur eingefordert. Bei der Geldbuße kann theoretisch das Fehlen von Vorsatz oder Fahrlässigkeit geltend gemacht werden (Artikel 7 des Verwaltungsstrafgesetzes), doch ein „offensichtlich unangemessen niedriger Preis" wird in der Praxis meist als Fahrlässigkeit gewertet und lässt sich schwer entkräften. Den durch die Täuschung entstandenen Schaden müssen Sie separat auf dem Zivilrechtsweg gegenüber dem Verkäufer geltend machen. Der beste Selbstschutz ist, die Herkunft der Originalware vorab zu prüfen.
Welche Online-Shopping-Szenarien bergen das höchste Fälschungsrisiko?
Vier Hochrisiko-Szenarien: ① Verkäufer unbekannter Herkunft auf Gebraucht-/C2C-Plattformen ② Einkaufsagenten mit „Echtheitsgarantie" bei offensichtlich niedrigem Preis ③ Verkaufsfloskeln in sozialen Medien/Livestreams wie „Exportüberschuss", „Werksoriginal" oder „Fabriküberschuss" ④ hochwertige Replika-Schuhe, -Taschen und -Uhren. Ein Preis weit unter Marktwert ist das größte Warnsignal — eine EUIPO-Umfrage ergab, dass fast 4 von 10 Verbrauchern vermutet haben, eine Fälschung gekauft zu haben; unwissentlich Opfer zu werden, ist sehr häufig.
Dürfen Raubkopien von Büchern, Datenträgern oder Spielmodulen nach Taiwan zurückgesendet werden?
Nein. Die Einfuhr unautorisierter Vervielfältigungen gilt gemäß Artikel 87 Absatz 1 Nr. 3 des Urheberrechtsgesetzes als Urheberrechtsverletzung und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren oder einer Geldstrafe von bis zu NT$500,000, oder beidem, geahndet. Die einzige Ausnahme ist Artikel 87-1 für die „persönliche, nicht verbreitende Nutzung durch den Importeur" — laut Bekanntmachung des Amtes für geistiges Eigentum beschränkt auf ein Exemplar pro Werk und Vorgang; mehrere Exemplare in größerer Menge fallen nicht darunter.
Wie stelle ich sicher, dass ich Originalware kaufe und legal importiere?
Fünf Schritte: ① offizielle Markenwebsites/offiziell autorisierte Kanäle nutzen ② bei Trendartikeln Plattformen mit Echtheitsprüfung wie Dewus „Echtheitsprüfung vor Versand" nutzen ③ bei hochpreisigen Gebrauchtartikeln Prüfdienste nutzen und Preise vergleichen ④ auffällig niedrig bepreiste „Luxusartikel" ablehnen ⑤ legitimen Sammelversand nutzen und Artikelbezeichnung und Preis wahrheitsgemäß deklarieren.
Versendet HowBridge gefälschte Waren für mich?
Nein. Gefälschte Waren sind importverboten, und HowBridge versendet sie gesetzeskonform nicht. Wird bei der Einlagerung ins Shenzhen-Lager ein mutmaßliches Fälschungsprodukt entdeckt, wird es nicht konsolidiert. Wir empfehlen, Originalware über Kanäle mit Echtheitsprüfung zu kaufen (z. B. Dewus „Echtheitsprüfung vor Versand") — Originalware kann sicher und legal über den regulären Sammelversand und die Zollabfertigung laufen.
Gibt es beim Zoll eine Mengengrenze zwischen einem Stück für den Eigenbedarf und vielen Stücken?
Wir haben keinen von Zollverwaltung oder TIPO veröffentlichten Mengenmaßstab für den Eigenbedarf gefunden. Die Strafbarkeit nach Markengesetz Artikel 97 setzt „Verkauf oder Verkaufsabsicht“ voraus, eine Menge nennt die Vorschrift nicht; Einziehung und Geldbuße bis zum Dreifachen des Warenwerts nach Zollschmuggelgesetz Artikel 39-1 unterscheiden ebenfalls nicht zwischen Eigenbedarf und gewerblicher Nutzung. Zwar erlaubt Artikel 60 des WTO-TRIPS-Abkommens, geringe nichtkommerzielle Mengen auszunehmen, eine inländische Übernahme haben wir aber nicht gefunden; im Einzelfall entscheiden Zoll und Justiz.

Original kaufen, legal versenden

Empfehlungen für Originalquellen, ordnungsgemäße Zollabfertigung, Unterstützung bei der EZ-Way-Anmeldung — kaufen Sie das Richtige über Kanäle mit Echtheitsprüfung, den Rest übernimmt der reguläre Sammelversand.

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Von China nach Taiwan mit HowBridge

Wir bieten Warenannahme im China-Lager, Konsolidierung, Schutzverpackung, grenzüberschreitenden Transport, Einfuhrabfertigung und EZ-WAY-Hilfe. Artikel und Route vor der Auswahl bestätigen.

China-LagerKonsolidierungLuft/SeeZoll & Tracking
Verpflichtung zum rechtmäßigen Betrieb (taiwanesische Unternehmensregisternummer 57151105 · AEO-zertifizierter Partner-Zollagent)

✅ Wir bieten

  • Grenzüberschreitenden Sammelversand (See-Sammelcontainer LCL / See-Express / Luftfracht)
  • Einfuhrverzollung über unseren AEO-zertifizierten Partner-Zollagenten
  • Ausstellung amtlicher Rechnungen (rein für Sammelversandleistungen)
  • Kundenservice in 14 Sprachen + Unterstützung bei der EZ WAY-Identitätsprüfung

❌ Wir bieten nicht

  • Zahlungen in RMB oder Fremdwährung in Ihrem Namen (nach § 29 des taiwanesischen Bankgesetzes dürfen nur Banken Geldwechsel- und Überweisungsgeschäfte betreiben)
  • Bestellung und Bezahlung im Ausland in Ihrem Namen (bitte nutzen Sie Ihre eigenen Zahlungswege)
  • Vorstreckung von Geldern oder Kreditkartenzahlungen in Ihrem Namen
Rechtmäßige Wege für grenzüberschreitende Zahlungen:
① Alipay mit Identitätsprüfung über den Taiwan Compatriot Permit ② Auslandsüberweisung via Wise oder WorldFirst ③ RMB-Konto bei der E.SUN Bank oder der CTBC Bank ④ Manche Verkäufer akzeptieren die direkte Zahlung mit VISA- oder Mastercard-Kreditkarten
Zitierte Quellen

Diese Seite zitiert primäre Quellen von Behörden, Justiz und Wissenschaft aus dem Zollreferenzindex von HowBridge (1 171 Einträge). Jeder Eintrag verweist auf die Originalquelle.

Datenstand des Referenzindex: 2026-08-16

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